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Reisetagebuch

 



Per SMS vom 11.08.2014 - 14:26 von Jasmin

Bericht der letzten 2 Tage und mehr als 2000 km Fahrstrecke. Es ging los über Polen, Tschechien, Abstecher nach Österreich und die Slowakei. Mission Grenzen fotografieren und diverse Aufgaben erfüllen. Wie z.B. Mad Max Filmszene nachstellen. In Tschechien ging es auf die Suche nach der Church of bones. Mission erfolgreich und weiter Richtung Ungarn, Bratislava, Budapest und Kal dem ersten gemeinsamen Treffpunkt der Teams. Nach einem ausgiebigen Bad bei Vollmond in einem wunderschönem See, gab’s erst mal ungarisches Gulasch. Was sonst? Unser Weg führt uns heute nach  Rumänien, auf der Spur von Dracula. Wir bewaffnen uns schon mal mit Knoblauch und sehen der Gefahr ins Auge.

Auto wurde heute Off Road getestet. Daumen hoch, hält. :) 



per Mail am 12.08.2014 von Jasmin

Heute war die Aufgabe die höchste Passstraße zu finden und diese 90 km entlang zu fahren. Auf
dieser etwas kurvenreichen Straße in ca. 2600 Meter sollten wir den Wohnsitz des Grafen Vlad lll
Dracula finden. 1480 Treppen, um in die Ruine zu gelangen und dort Fotos zu schießen. Danach
ging es weiter auf der Passstraße Richtung Tragowista. Hier auf der Straße begegneten uns
freilaufende Kühe, Pferde, Hunde, Hühner, Truthähne, alte und junge Menschen mit Pferdewagen.

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Mission: "Auto hochheben" war erfolgreich !


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13.08.2014 per Mail von Jasmin

Toms Tagesbericht, dokumentiert auf der Autohaube.
Uns geht es gut, es wird warm. :)

Liebe Grüße Jasmin und Tom

Tagesbericht


 14.08.2014 - 7:03 per SMS von Jasmin

Guten Morgen Deutschland. Nach mehr als 700 km very terrible Straßen und einem Blick auf
Draculas Grab in Snagov - Rumänien, ging es weiter - auf Straßen die eigentlich keine sind -
nach Bulgarien. Die Devise war, Loch an Loch und es geht doch. Abkürzungen sind nicht das
wofür man sie immer hält. :) Die Suche nach dem Grenzübergang in Rumänien gestaltete
sich etwas umfangreicher, aber letztendlich haben wir diesen auch gefunden.
Jetzt mussten wir über die Donau, nur wie? Der einzige Weg war die Fähre wie sich herausstellte.
Ein kleines Boot mit einer Eisenplattform und kein bulgarisches Geld. Verhandlungen mit dem
Käpt’n und keine andere Möglichkeit, da wir schon drauf standen ging es über die Donau.

Faehre
Bulgarien wir kommen. Hier ging es noch 100 km kreuz und quer durch die Walachei.
Jetzt stehen wir direkt an der Black Sea und genießen den Blick aufs Wasser.

 Black Sea

 

... bis es dann weitergeht Richtung Istanbul.


Per SMS vom 15.08.2014 - von Jasmin 

Istanbul, wir kommen! Entlang der Schwarzmeerküste Richtung Süden. Aufgabe am Schwarzen Meer war die Kosakentaufe. Kopf, Hände und Füße müssen im schwarzen Meer verschwinden (gleichzeitig). Habt ihr schon mal eine Giraffe beim Trinken beobachtet? :)

Nach dieser netten Erfrischung ging es weiter in Richtung Grenze. Hier fanden wir einen kleinen Grenzübergang in die Türkei. Freude! Kann ja nicht sooooo lange dauern. Nach 1 1/2 Stunden von einem Schalter zum nächsten Schalter (Hut ab: der lange Mann behielt noch die Fassung) durften wir die Grenze passieren.

Freude: wir sind schnell und früh, noch 300 km bis Istanbul. Kurzer Zwischenstop am Ausläufer des Mittelmeeres, Sea of Marmara. Abkühlen? Nicht wirklich. Jetzt Istanbul. Stellt euch vor Wiesbaden ist die Innenstadt und in Dachsenhausen steht das Ortsschild. 14 Millionen Einwohner, die müssen ja auch Platz finden. Nach 2 1/2 Stunden haarsträubenden Verkehrschaos, 2 Litern Schweiß und noch mehr grauen Haaren haben wir die Innenstadt erreicht.

Hotel war klein, aber schnell gefunden. Zwei Landeier in der großen Stadt. Zieltreffpunkt war eine Terrassenbar in der Innenstadt von Istanbul. Also mit Straßenbahn Richtung Beyoglu, von dort aus mit der U-Bahn, diese wird mit einer großen Seilwinde bergauf gezogen.

Aufzug
Jetzt 1 km durch die Einkaufsstraße. Hier kann man bis 23 Uhr einkaufen und dementsprechend viele Menschen sind unterwegs. Dachterrasse erreicht, Raki trinken - hoch über den Dächern Istanbuls.


Per SMS vom 16.08.2014 - von Jasmin

Heute (15.08.) wollen wir die Strecke Instanbul/Ankara schaffen. Den Kampf durch die mega Metropole Richtung Bosporusbrücke haben wir beulenfrei überstanden.

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Die Fahrstrecke zu dem Hügel, den wir erreichen müssen, beträgt ca. 450 km. Am Ende des Tages
hatten wir 700 km auf dem Tacho :( und sind jetzt ein bisschen schlauer. Das Bild mit den anatolischen Bergen im Hintergrund muß warten bis morgen früh.

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(16.08.)

Der frühe Vogel fängt den Wurm, nein der kann uns mal. Das Bild auf dem small hill ist im
Kasten, weiter auf der Route.

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In Kaman treffen wir auf nette Einheimische, die schon mal
einige Bilder für unser Roadbook entwickeln. Tom will das Auto pimpen, los in den nächsten Laden eine Türkenfahne kaufen.
Der Schneider nimmt Mass und näht einen Expander um die Fahne, damit die um unseren Dachgepäckträger passt. Alles in perfekt türkischer Sprache (Hände und Füße). Bilder
entwickelt, Fahne drauf, weiter gehts.


Per SMS vom 17.08.2014 - von Jasmin

16.08.2014 - Rest

Unser Ziel war heute Göreme (die Feen Kamine). Eine ausgewaschene Felslandschaft, die mittlerweile zum Weltkulturerbe gehört. In den einzelnen Felsspitzen wohnen heute noch Menschen. Bei den Temperaturen (40 - 45°) ist das ein angenehmes Wohnklima.

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Heute sollten wir Donuts in den staubigen Sand vor den Feenkaminen drehen. Die besten Donuts mit einem Frontantrieb gehen rückwärts. Wir mussten nur höllisch aufpassen, dass der 35i nicht überhitzt. Wäre ich nicht in der Sonne weggeschmolzen, dann würde Tom immer noch fahren.

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17.08.2014

Der Muezzin (türkischer Schreihals) hat heute Morgen schon alles gegeben, also raus aus
den Federn und ab auf die Piste. Der Ritt durch Anatolien war eine heiße Nummer. Sogar
unserem Rennwagen wurde es auf dem Weg zum Mount Nemrut fast zu heiß. Bei 110° Kühlwassertemperatur  und 2200 Höhenmetern, macht Mann schon mal gerne die Heizung an. Rauf auf den Berg - Hilfe!!

Es war so heiß. Ein Bild auf dem Kopf einer Schildkröte schießen (Ärger bekommen, ist nämlich
verboten) und weiter Richtung Vansee. Die Pfütze ist saugroß (Zitat Tom). Während ihr euch
zuhause den Hintern abfriert, fühlen wir uns wie ein aufgeplatzter Camembert in der Pfanne.
Igiiit (wir riechen auch so) :)


per SMS vom 19.08.2014 - von Jasmin

Guten Morgen vom Cildir Gölü. Ein See etwas größer als der Miehlener Stausee mit 1000 mal mehr Mücken. Hier am See trifft sich Hund, Katze, Maus, Pferde, Gänse, Kühe, Fisch und Vogel.

Gestern ging es vom Vansee Richtung Norden, entlang der iranischen Grenze. Natürlich haben
wir versucht, so nah wie möglich an die Grenze zu kommen. Wir Europäer sind - was Grenzen angeht - sehr verwöhnt, das ist hier eine ganz andere Nummer.

Nach diesem Abstecher ging es weiter nach Norden, vorbei am schneebedeckten Ararat
(5137m hoch), Richtung Armenien. Da die türkisch-armenischen Grenzen alle geschlossen sind, versuchen wir heute über Georgien nach Armenien und Aserbeidschan einzureisen.

Oh der Geist war in der Ruine von Ani

Bild


per SMS vom 20.08.2014 - von Jasmin

19.06.2014

Heute Morgen war es das erste Mal kalt. Also Jacke an und frühstücken. Die Grenze zwischen der Türkei und Georgien über Posov meisterten wir in einer Stunde. Juhu! Da wir noch Grenzpunkte benötigen, planen wir vom Norden her, westlich von Bavra nach Armenien einzutauchen und östlich bei Sadatschlo wieder über die georgische Grenze zu fahren.

Der Schotteranteil dieser Straße stieg auf annähernd 10%, die Rallye Freunde Gaas hätten hier ihre wahre Freude gehabt. Da wir keine verstärkten Querlenker fahren, versuchten wir den 16 Zoll großen, zum Teil viereckgen Schlaglöchern auszuweichen. Man sollte den Stoßdämpfern keine Zeit geben, um herauszufinden, wie tief die Löcher sind. So ein guter Plan, doch die Grenze nach Armenien hat uns drei Stunden gekostet.

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Grenzpunkte geschnappt, Strafzettel bezahlt - wegen unangeschnallten Fahrens (40 Lari) und zurück nach Georgien in die Stadt Tiblis.

Auf der Fahrt dorthin sind wir das erste Mal im Regen gefahren. Ab 18 Uhr gehen alle Kühe aus jedem Dorf nach Hause. Die benutzen natürlich auch die Straßen und wir mitten drin.

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per Mail vom 20.08.2014 - von Jasmin

Heute waren wir nahe der russischen Grenze in Stephansminda auf dem Jvari Pass, 5300 Meter,
Mt. Kazbegi. Das bedeutete 170 km zum Berg hin und dann wieder zurück (weil es durch Ostozezien keinen Weg gibt). Leider wurde uns der Blick durch viele Wolken verwehrt. Durch
einen Bergrutsch konnten wir leider nicht an die höchste Stelle fahren. Die Straße war very
bumpy (Aussage eines Einheimischen). Das heißt: Zeitweise hatten die Räder nur diagonal Bodenkontakt. Wir haben uns die Kiste ganz schön untendrunter verdonnert, aber es beeinträchtigt nicht unser Weiterkommen.

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 Tom hat sich Haare gekauft.

Tom

per SMS vom 21.08.2014 von Jasmin

Hallo, wir stehen mal wieder an einer Grenze (Georgien - Türkei) und nutzen die Zeit, um
unseren heutigen Tagesbericht zu schreiben. Heute Morgen haben wir die Höhlenstadt bei Gori
besucht. Wo wir uns als Höhlenmenschen ablichten mussten. Da kamen Toms neue Haare gerade
Recht, um schön doof auszusehen.
Das war unsere letzte Aufgabe in Georgien. Auf nach Westen ans Schwarze Meer. Hier stehen
wir nun schon seit 45 Minuten. Die sind hier genauso gut organisiert, wie sie Auto fahren.


per SMS vom 22.08.2014 von Jasmin

Guten Morgen 

Verlustmeldung:

Crocs Größe 49 stehengelassen am Vansee, zum Trocknen. Stehen immer noch da, müssten jetzt trocken sein. Der Türke, der diese findet, kann damit Wasserski fahren!

Toms Schuhe

Ein Plastikbecher: unauffindbar. 

Auswuchtgewicht Vorderachse und manches Mal die Orientierung!

PS: Farbe der Crocs ist grau. Wenn du jemand triffst, der übers Wasser gehen kann, der hat die Schuhe an!

später dann noch eine SMS von Jasmin

 

So, nach der Suchmeldung jetzt zurück zu unserer heutigen Aufgabe. Apropos Suchmeldung, die Sonne ist weg, ist die bei euch? Heute sind wir in die Berge von Trabzon nach Sumela gefahren. Dort steht ein Kloster das in einer Höhe von mehreren hundert Metern in den Fels gebaut wurde. Aufgabe war, ein Foto von dem Kloster mit unserem Auto zu schießen.

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Jetzt sind wir auf dem Weg nach Caka Beach um dort ein Kosaken-Feuer mit den anderen Teilnehmern zu veranstalten, sind gespannt wie viele wir dort treffen, denn jedes Team musste aus Berlin ein Stück Holz für dieses Treffen mitnehmen, um es dort anzuzünden.


 per SMS vom 24.08.2014 von Jasmin 

Wir waren mit sage und schreibe 11 Teams in Caka Beach am Strand um Feuer zu machen. Feuer machen heißt auch Fleisch grillen. ZUm Leidwesen von Tom gibt es hier kein Schweinefleisch. Auch der 4er Zug Bier kostet 5 Euro. Nichtsdestotrotz haben wir es uns gut gehen lassen. Das letzte Stück Fleisch hat ein Hund geklaut. Von der Motorhaube, dort wo Mann immer sein Fleisch lagert. Es war eine nette Runde mitden anderen Teams zusammen zu sitzen und den Abend zu genießen.

Am nächsten Morgen erstmal Augen auf und eine Runde im Schwarzen Meer schwimmen (ich, nicht Tom), Frühstück und auf in Richtung Istanbul. Nach 10 Stunden und 925 km - keine Autobahn (obwohl wir es durften) haben wir unser Ziel erreicht. Es war gut, dass wir im Dunkeln über den Bosporus gefahren sind, denn wir standen nicht im Stau, sondern konnten zähfließend das Nadelöhr passieren.

Heute Zieleinlauf 14 Uhr. Live mitzuverfolgen auf Türküsch Telewüschen.


 per Mail vom 24.08.2014 - 18:17 Uhr von Jasmin

2. Platz mit 915 Punkten ist uns !

8322 km, wir sind guuuuuuut.
Jetzt wird gefeiert.

Ziel

2. Platz


per SMS vom 26.08.2014 von Jasmin

Die 10 Stunden Fahrt am Samstag haben wir genutzt, um unser Roadbook fertig zu machen und uns abends ein Hotel in der Nähe des Zieleinlaufes zu suchen. Gottseidank haben wir im Hotel die "Lederhosen" getroffen, die uns mitteilten, dass das Ziel kurzfristig verlegt wurde.

Da wir erst ab 16 Uhr über die Ziellinie fahren durften, hatten wir genug Zeit das kleine Dorf Kilyos Beach zu Fuß auszukundschaften. Leute, das war die langsamste Zieldurchfahrt, die ich in meinem ganzen Leben gemacht habe. Wir haben für die letzten 80 Meter fast 15 Minuten gebraucht. Die Zieldurchfahrt war in einer kleinen Straße, direkt am Wasser, vor unserem Hotel.

Ihr müsst euch das soooo vorstellen: Eine Straße direkt am Wasser, rechts und links Parkplätze, Restaurants mit Terrasse, viele Fußgänger, kleine Kinder mit Schwimmreifen, Mopedfahrer und Gegenverkehr.

Nachdem Team Baribal mit seinem Dodge kurzzeitig für ein Hupkonzert nach Vollsperrung sorgte, passierten wir die schwarz/weiß karierte Flagge im Schneckentempo. Es war geschafft.

Nach der Auswertung der Roadbooks und der Siegerehrung steht fest: Wir nehmen einen fantastischen 2. Platz mit nach Hause.

Wir bedanken uns für jegliche Unterstützung und die Spenden, die bisher eingegangen sind.